Elektronische Zündung 6 Volt

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Starkis
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Elektronische Zündung 6 Volt

Beitrag von Starkis » Montag 24. November 2025, 13:20

Liebe Wartburg-Freunde,
ich möchte unseren 311`er mit 6 Volt eine kontaktlose Zündung gönnen.
Da die günstige Variante hier in Deutschland anscheinend nicht mehr lieferbar ist,
habe ich eine bei Ebay aus Ungarn bestellt.
Das Teil ist jetzt nach Anleitung eingebaut und ich stehe wegen der Einstellung auf dem Schlauch.
Der 1.Zylinder ist 3,5mm vor Ot,also sollte doch eine Kontrollampe die an der Platine am Kontakt für den 1.Zylinder
angeschlossen ist beim verdrehen der Platine am richtigen Punkt aus gehen,oder liege ich da falsch ?
Hier bleibt die Lampe aber egel in welcher Stellung an.
Ich bin für sachdienliche Hinweise dankbar.
Viele Grüße
Illya
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353jw
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Re: Elektronische Zündung 6 Volt

Beitrag von 353jw » Montag 24. November 2025, 13:32

Sicher das die Zylinder korrekt der Zündung zugeordnet angeschlossen sind? Mir ist so, als war da was, das eine 1 nicht zwingend Zylinder 1 sein muss oder so.
Der Zündung lag doch sicher ne Beschreibung bei, sonst die mal posten. Ich hab bisher nur mit der von Steini zu tun gehabt und mit der orig. DDR EBZA aber z.B. im Video von Thomas (TIG) zu dem Thema war doch auch sowas, das die Bezeichnung auf der elektr. Zündung etwas verwirrend war.

die Ungarische für 6V hatte ich bisher nur im Trabant mal kurz drin, war nix, und danach kam die Steini und die ist bis heute drin.
Grüße

ffuchser
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Re: Elektronische Zündung 6 Volt

Beitrag von ffuchser » Montag 24. November 2025, 15:01

schön billig, na gut jeder wie er mag.
KW rückwärtsdrehen bis siehe Beschreibung über OT, dann langsam vorwärtsdrehen dann sollte Zyl 1 bei Zündung leuchten.
dann 3, dann 2 (da man diese nicht einstellen kann, muss ein kompromiss zu 3,58mm vor OT gefunden werden.

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bic
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Re: Elektronische Zündung 6 Volt

Beitrag von bic » Montag 24. November 2025, 16:08

Starkis hat geschrieben:
Montag 24. November 2025, 13:20
Der 1.Zylinder ist 3,5mm vor Ot,also sollte doch eine Kontrollampe die an der Platine am Kontakt für den 1.Zylinder
angeschlossen ist beim verdrehen der Platine am richtigen Punkt aus gehen,oder liege ich da falsch ?
Oder an :D Das kommt nämlich darauf an, wo Du das andere Beinchen Deiner Lampe angechlossen hast, an Minus, dann an oder an Plus, dann aus - aber auf jeden Fall muss sie zum Zündzeitpunkt den Zustand wechseln.
Hier bleibt die Lampe aber egel in welcher Stellung an.
Siehe vor, dass sagt so erst einmal nun gar nichts aus. Außerdem haben die Hallgeber in den üblichen Schaltungen die Eigenschaft, vor dem ersten Schalten (Zustandswechsel) eine ganze KW-Umdrehung zu benötigen. Eine genaue Einstellerei durch das Hin- und Herdrehen der Grundplatte ist daher nicht möglich. Deshalb stellt man erst einmal grob vor ein (damit der Motor erst einmal läuft) und erledigt den Rest dann mit Stroboskop. Man kann natürlich auch per Fuß mit Uhr und Lampe einstellen, dann aber die KW nur immer um eine Umdrehung vorwärtsdrehen - nie über den Geber zurück.

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Re: Elektronische Zündung 6 Volt

Beitrag von Gemischfahrer » Montag 24. November 2025, 19:57

Wie schon gesagt jeder wie er das möchte . Meine normale Zündplatte ,feinfühlig und exakt eingestellt ,macht was es soll und er saust wie der Wind.
Ich versuche immer zu verstehen, was dieser Platinen Bimmel für Vorteile haben soll ?! :noplan:

Bob311
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Re: Elektronische Zündung 6 Volt

Beitrag von Bob311 » Montag 24. November 2025, 21:50

Ein paar Hinweise:
  • Ist der schwarze Ring richtig herum drauf? Nicht das die Magnete "nach vorne gucken".
  • Bei einigen dieser Zündanlagen ist nur vorwärts drehen möglich. Dreht man rückwärts, reagieren sie nicht.
  • Ja, richtig. Eine angeschlossene Prüflampe sollte bei langsamen Vorwärtsdrehen bei Erreichen des Zündzeitpunkts ausgehen.
  • Dabei darauf achten, dass während des Einstellvorgangs nicht zu nur die Prüflampe am anderen Ende "+" erhält, sondern auch die Zündung selbst an ihrem Pluskontakt. Die Zündung muss also "AN" sein. Ggf. Zündspulen währenddessen abklemmen.
Und für später:

Die Zündungen funktionieren meist in der Zünd-Reihenfolge reihum, z.B. Kontakt A, B, C (je nach Beschriftung). Die Zündreihenfolge vom Wartburg ist aber 1,3,2, d.h. man muss es passend anschließen:
- Kontakt A: Zylinder 1
- Kontakt B: Zylinder 3
- Kontakt C: Zylinder 2

Die Anleitungen (auch die von TIG) sind da manchmal etwas missverständlich.

Starkis
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Re: Elektronische Zündung 6 Volt

Beitrag von Starkis » Dienstag 25. November 2025, 18:28

Vielen Dank für eure Unterstützung. :)
Das Geheimnis war die ganze Umdrehung und "vorwärts immer".
Vorher hatte ich immer zurück gedreht.
Das andere Ende der Strippe ging an Masse und die Lampe geht kurz vor Zündzeitpunkt aus
und dann wieder an.
Muß jetzt nurnoch ein Stroboskop für 6 Volt besorgen.
Viele Grüße
Die Starkis

Bob311
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Re: Elektronische Zündung 6 Volt

Beitrag von Bob311 » Dienstag 25. November 2025, 19:57

Starkis hat geschrieben:
Dienstag 25. November 2025, 18:28
Muß jetzt nurnoch ein Stroboskop für 6 Volt besorgen.
Wenn du die Zündung jetzt mit Zünduhr eingestellt hast, ist m. E. ein nachträgliches Abblitzen nicht zwingend notwendig.

Und: Ich denke, der Zündlichtpistole ist egal, welche Betriebsspannung die Zündanlage vom Fahrzeug hat. Wenn du ein 12V Stroboskop bereits hast (und zufällig eine 12V Batterie oder Ladegerät(?) in der Nähe), müsste das auch so gehen.

Starkis
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Re: Elektronische Zündung 6 Volt

Beitrag von Starkis » Samstag 29. November 2025, 09:16

Hallo Bob311,
jetzt habe ich erstmal grob nach Riemenscheibe eingestellt.
Gestern wollte ich mit einer 12V Zündpistole einstellen,
leider reichen 6 Volt nicht aus und aus Dummheit sind mir die Kabel in den Lüfter geraten. :idea:
Es ist zwar kein Schaden an den Kabeln zu sehen,aber jetzt mag sie auch mit 12 Volt Leihmutter nicht mehr.
Viele Grüße
Illya

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bic
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Re: Elektronische Zündung 6 Volt

Beitrag von bic » Samstag 29. November 2025, 09:58

Starkis hat geschrieben:
Samstag 29. November 2025, 09:16
.... aber jetzt mag sie auch mit 12 Volt Leihmutter nicht mehr.
Es liegt durchaus im Bereich des Möglichen, dass die Lampe zur Funktion (in Abhängigkeit von der Schaltung des "Pickups") die Fahrzeugmasse benötigt. Bei der Spannungsversorgung durch eine externe Batterie hat sie diese dann natürlich nicht - eine Brücke vom Minus der externe Batterie zur Fahrzeugmasse sollte dann aber reichen. Probiere es einfach mal aus, vielleicht geht Deine Lampe dann doch.

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Re: Elektronische Zündung 6 Volt

Beitrag von Emw309 » Montag 1. Dezember 2025, 10:18

Starkis hat geschrieben:
Samstag 29. November 2025, 09:16
jetzt mag sie auch mit 12 Volt Leihmutter nicht mehr.
Also die externe 12V-Batterie funktioniert definitiv. Das habe ich öfter probiert. Der Pistole ist es tatsächlich egal, ob die 12-V-Batterie im Fahrzeug eingebaut ist oder nicht :zwink: . Abblitzen ist nicht verkehrt, es geht aber ohne. Ich habe den ZZP sogar schon mal am Rand einer Bundesstraße mit Schraubenzieher statt Uhr eingestellt :wow: .

Ob die Ungarn-Elektronik dir taugt, musst du selbst entscheiden. Ich habe sie jedenfalls nach kurzer Zeit entsorgt und eine für jeden Zylinder separat einstellbare Zündung (um die 300,-, damals von Sausewind) eingebaut. Damit kann man jeden der drei Zündzeitpunkte einzeln einstellen, was bei meinen verdrehten Kurbelzapfen einen spürbar besseren Motorlauf und mehr Leistung bewirkt. Außerdem hat mein Motor seitdem Drehmoment UND Drehfreudigkeit, was möglicherweise auch dem Zündmodul geschuldet ist. Bin so fast zum Zweitaktfan geworden :shock: .

Wenn mich nicht alles täuscht, gab es hierzu schon einen sehr langen Thread im Forum?

Viele Grüße
Thorsten
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Re: Elektronische Zündung 6 Volt

Beitrag von ffuchser » Dienstag 2. Dezember 2025, 00:54

so gerne ich BIG auch lause, bei Zündung einstellen haben wir konträre Ansichten.
Nimm eine Uhr zum Einstellen ist genauer!!! als Abblitzen. Oder wie machst Du das mit der Markierung? Selbst wenn Du Dir einen "Zeiger" baust, der auf (Deine selbst anzufertigende Markierung) auf der Riemenscheibe (bei 3,58 vor OT auch mit der Uhr zu messen, wie sonst?) zeigt, schwankt der Leerlauf massiv und das Blitzen ist ungenauer als gleich mit der Uhr den ZZP zu justieren.
Ich mach oft beides, wegen der TCPI oder der 601er Kunzezündung.
.

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Re: Elektronische Zündung 6 Volt

Beitrag von bic » Dienstag 2. Dezember 2025, 08:19

ffuchser hat geschrieben:
Dienstag 2. Dezember 2025, 00:54
Nimm eine Uhr zum Einstellen ist genauer!!! als Abblitzen. Oder wie machst Du das mit der Markierung? Selbst wenn Du Dir einen "Zeiger" baust, der auf (Deine selbst anzufertigende Markierung) auf der Riemenscheibe (bei 3,58 vor OT auch mit der Uhr zu messen, wie sonst?) zeigt, schwankt der Leerlauf massiv und das Blitzen ist ungenauer als gleich mit der Uhr den ZZP zu justieren.
Man macht sich ja auch die Markierungen auf der Riemenscheibe selbst (z.B. mit reflektierender Folie), statisch und in Ruhe, mit Uhr (oder Gradscheibe) und mehrmaliger Kontrolle. Mit einem in nur einer einzigen Stellung fixierbaren Zeiger:

DSC06630.jpg

nach historischem Vorbild:

4-41.jpg
4-41.jpg (25.32 KiB) 1182 mal betrachtet

ergibt sich dann beim Abblitzen die im DIY erreichbare höchste Genauigkeit :)

Da die menschliche Auge-/Handkoordination viel zu langsam ist, erreicht man beim üblichen Vorgehen mit Prüflampe und Meßuhr (wie auch immer die KW drehen, bis die Prüflame aus/an geht) die Genauigkeit nach obiger Methode niemals (es sei denn, man schielt mit dem einen Auge auf die Uhr, mit dem zweiten auf die Lampe und mit dem dritten auf die Grundplatte), zumal sich der Kremperl schon beim Festziehen der Schräubchen der Unterbrecher, bzw. der Grundplatte wieder verstellt.

Übrigens - im obigen Bild ist noch die "Ungarnzündung" zu erkennen, welche bei mir anstandslos ihren Dienst verrichtete. rausgeworfen habe ich diese eigentlich nur wegen deren nicht vorhanden mechanischen Stabilität (einfach nur eine Leiterplatte) und dem sprilligen Magnetring. Jetzt fahre ich schon geraume Zeit so etwas:

DSC06764.JPG

:D :D :D

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353jw
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Re: Elektronische Zündung 6 Volt

Beitrag von 353jw » Dienstag 2. Dezember 2025, 12:47

Hallo,

ich habe die DDR Blitzpistole auch noch liegen (ungenutzt, im orig. Karton) und dachte ja auch die beim Wartburg mal einsetzen zu wollen, wenn da nicht der Frontkühler wäre... ;-)
Ja - ich weiß, geht auch mit Kühler dran, aber das gibbed Lackkratzer, das doch doof.

Ich habs bisher auch "nur" mit Messuhr + Prüflampe statisch gemacht (Trabant, Wartburg) und die Lampe halt direkt an der Messuhr platziert, dann bekommt man auch nicht den Hausfrauenblick. Und wenn noch einer bei ist, gehts noch leichter.
Geht schon auch und obs am Ende wirklich so viel ungenauer wird - ich weiß nicht.
Schließlich machst du ja mit am Ende der gleichen Methode erstmal die Vorarbeiten um danach dann abzublitzen, wie du ja selbst schreibst:
Man macht sich ja auch die Markierungen auf der Riemenscheibe selbst (z.B. mit reflektierender Folie), statisch und in Ruhe, mit Uhr (oder Gradscheibe) und mehrmaliger Kontrolle. Mit einem in nur einer einzigen Stellung fixierbaren Zeiger:
:noplan:


Wie ist das bei der Blitzmethode - beim Einstellen von Zylinder 2 und 3 dann?
Hab mir das noch gar nicht angeschaut... ist jeweils nur ein Einzelstrich oder? :masked:
Ewig her das mal gemacht zu haben (Trabant) aber man weiß ja nie, und mich interessierts einfach. :)
Grüße

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Re: Elektronische Zündung 6 Volt

Beitrag von bic » Dienstag 2. Dezember 2025, 18:41

353jw hat geschrieben:
Dienstag 2. Dezember 2025, 12:47
Wie ist das bei der Blitzmethode - beim Einstellen von Zylinder 2 und 3 dann?
Hab mir das noch gar nicht angeschaut... ist jeweils nur ein Einzelstrich oder? :masked:
Selbstverfreilich macht man für jeden Pott einen eigenen Strich :wimmer:

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