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BeitragVerfasst: Mittwoch 11. Juli 2018, 18:49 
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Hallo zusammen,

ich hatte ein Vergaserproblem und kann auch gleich die Lösung spendieren.

Fehlerbild:
Beim Fahren mit wenig Gas (1/4 Gas) ist alles ok. Wenn man nun auf das Gaspedal tritt und 3/4 Gas oder mehr will, dann verschluckt sich der Motor kurz, stockt und dreht dann erst hoch (Beschleunigungsloch). Außerdem hat der Motor beim Geschwindigkeit halten (z.B. bei 60km/h) ab und zu kurz leicht geruckelt. Konstante Geschwindigkeiten zu fahren, war extrem nervig.

Lösung:
Nach dem die Membrane des Vergasers (speziell die für die Teillastanreicherung) getauscht wurden, hatte ich immer noch das Problem. Allerdings ist die Kraftstoffhöhe in der Wanne entscheidend. Ich habe das Plättchen vom Schwimmer etwas nachgebogen, sodass der Schwimmer das Nadelventil schließt, aber auch gleichzeitig oben noch nicht gegen die Vergaserwand stößt. Laut Buch muss eine Kraftstoffhöhe von 27,00-27,50mm erreicht werden.

Kurzfassung:
-Membrane des Vergasers tauschen
-Kraftstoffhöhe einstellen

Das Ruckeln ist weg und man kann konstante Geschwindigkeiten ohne Ruckeln fahren (zumindest soweit es ein Saugmotor mit Vergaser zulässt).

MfG. Stephan

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Zuletzt geändert von Wabu13Fan am Sonntag 12. August 2018, 21:08, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 11. Juli 2018, 20:36 
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Kenne diese Symptomatik auch von meinem Wartburg 1.3.
Ich habe schon mehrere Sachen ausprobiert, um dieses ruckeln und verschlucken weg zu bekommen.
Werde das mal kontrollieren.
Danke für deinen Tipp :pray:


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BeitragVerfasst: Donnerstag 12. Juli 2018, 17:01 
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Tja, nun habe ich gedacht, ich habe ein Patentrezept. Aber denkste!

Beim T1.1 hat es, wie gesagt, perfekt geklappt.

Heute wollte ich den W1.3 von seinem Leiden befreien. Ich habe beim Vergaser die Membrane gewechselt und den Schwimmerstand eingestellt. Das Problem ist aber schlimmer geworden. Er ruckt nicht nur kurz, sondern verschluckt sich stärker. Er zieht aber dann durch. Im kalten Zustand war es noch schlimmer.

Vorschläge?

Ob durch die nun funktionierende Anreicherung das Gemisch zu fett wird?

Wird die Unterdruckdose vom Zündverteiler nun stärker beeinflusst bzw. hatte vorher schon 'ne Macke und nun schlimmer?

Leerlauf ist top und Vollgas geht auch. Vergaser ist sauber und die Dichtungen sind neu. Gummiflansch ist neu und die Unterdruckschläuche auch. Ansaugmuffe geht. Sogar die Warmluftklappe öffnet sich im kalten Zustand.

Was kann es sein?

MfG. Stephan

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BeitragVerfasst: Freitag 13. Juli 2018, 14:38 
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Kleiner Nachtrag: heute beim Losfahren war das Ruckeln weg. Nach 2km als der Motor wärmer wurde, kam es wieder. Hab den Motor dann ausgestellt (10min in der Stadt gelaufen). Dann wieder angelassen und 4km nach Hause gefahren. Es war weg bzw. es war ganz minimal ab und zu mal da.

Tja, was ist die Ursache? Wenn es ein Vergaserproblem wäre, dann wäre das Ruckeln ja beständig da. Ob der Zündverteiler (der ja auch heiß wird) bezüglich der Unterdruckverstellung eine Macke hat?

Es kann eigentlich kaum was anderes sein. Spule, Steuerteil, Kerzen, Stecker Zündkabel usw. sind alle neu.

MfG. Stephan

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BeitragVerfasst: Freitag 13. Juli 2018, 15:11 
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Hast du mal den CO-Wert geprüft? Das Gemisch könnte zu Fett sein


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BeitragVerfasst: Samstag 14. Juli 2018, 16:45 
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Zündverteiler ist aber auch möglich.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 19. Juli 2018, 18:02 
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Besteht vielleicht die Möglichkeit, versuchsweise die ZZP-Verstellung ausser Kraft zu setzen,
so das ständig die volle Frühzündung anliegt?
ZZP-Verstellung ist ja sowieso nur eine Art "Starthilfe", die regelt ja nicht über den gesamten Drehzahlbereich,
sondern knapp oberhalb der Leerlaufdrehzahl müsste die Verstellung auf Frühzündung schalten.
(Spätzündung zwecks Anlassvorgang)


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BeitragVerfasst: Mittwoch 25. Juli 2018, 19:30 
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Hallo!

Man könnte den Schlauch abziehen und den ZZP dann fest einstellen. Ist aber nicht so Sinn und Zweck der Sache.

Zur Lösung meines Problems: Beim Warti war es tatsächlich die Unterdruckverstellung. Hat man beim Selbersaugen gemerkt. Beim defekten Zündverteiler bewegte sich spürbar fast nix. Beim funktionierenden Zündverteiler hat man gemerkt, dass der Unterdruck was bewegt. Zündverteiler eingebaut und der Warti läuft. :waved:

MfG. Stephan

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BeitragVerfasst: Donnerstag 26. Juli 2018, 09:15 
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Hallo Stephan.
Hatte gestern deinen Beitrag gelesen und heute gleich einen neuen Zündverteiler ( Bosch) eingebaut.
Es hat echt was gebracht !
Besseres anfahren ( ohne ruckeln). Untertouriges fahren ruckelfreie. Der Wagen zieht einfach sauber hoch.
Endlich bin ich dieses Problem los und meinTourist fährt sich genauso wie meine Limousine.
Danke für deinen Tipp und deinen Bericht hier im Forum. :pray:


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BeitragVerfasst: Sonntag 12. August 2018, 21:05 
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Bitte bitte SDLer! ;-)

Mein Warti hatte doch immer noch ein Problem. Er hat sich manchmal, wenn man untertourig fährt, beim Gasgeben verschluckt. Bei höheren Drehzahlen ging es.

Fehler: Das Gummi der neuen Membranen ist weicher. Dadurch kann der Unterdruck die Membran besser ziehen. Bei der Anreicherungsmembran führt es dazu, dass sie weniger auf das Anreicherungsventil drückt und im Teillastbereich die Anreicherung abmagert. Bei den anderen 2 Membranen ist es egal.

Lösung: Wenn neue Membranen verbaut werden, dann muss die Feder der Anreicherungsmembran etwas gestrafft werden. Also Feder der Anreicherungsmembran (die, die direkt neben dem Gasblasenabscheider sitzt) ausbauen. Sie müsste im entspannten Zustand 20mm lang sein. Nun vorsichtig die Feder lang ziehen, sodass sie im entspannten Zustand 26mm lang ist. Dann hat sie genug Kraft, um auf die Membran und dadurch auf das Ventil zu drücken. Alles wieder einbauen. Der Kraftstoffstand muss auch stimmen (laut Buch: 27,25mm +-0,25mm gemessen von der vorderen Schmimmerkante bis oben zur Dichtung).

Nun läuft der Warti richtig gut.

MfG. Stephan

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BeitragVerfasst: Montag 13. August 2018, 19:34 
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@Stephan: gutes knowhow gesammelt :) Danke für die Erfahrungen! Hatte selber mit der Membrane und meinem ganzen Vergaser noch nie Probleme, seit 15 Jahren... *aufholzklopf* Nur einmal vor 40tausend ne Überholung machen lassen.

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BeitragVerfasst: Sonntag 26. August 2018, 15:32 
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Danke Erich! Ja, man wächst mit seinen Aufgaben und am Wartburg 1.3 kann man wirklich viel lernen.

Hab übrigens noch einen Bericht zum Thema:

Da der Wartburg 1.3 nun so gut läuft, konnte ich mich dem Trabant 1.1 widmen. Der hatte auch das Problem des Verschluckens beim Gasgeben. Allerdings war es beim Trabant etwas "sanfter". Außerdem hatte er ein leichtes Ruckeln, wenn man konstante Geschwindigkeiten gefahren ist, also wenn man z.B. 50km/h fährt und nur das Gas hält. Eine Zeit lang habe ich es auf Windverhältnisse und die Trabantkarosse geschoben, aber da es bei niedrigen Geschwindigkeiten und ebenen Straßen auch auftrat, konnte es nur der Motor sein. Es ging sogar weg, wenn man bergauf gefahren ist und mehr Gas geben musste. Nun konkret:

Fehler T1.1: Leichtes Verschlucken im Teillastbereich und leichtes Ruckeln/Stocken beim Fahren konstanter Geschwindigkeiten (ebene Strecke).

Lösung T1.1: Auch hier sind die Anreicherungsmembran und der Schwimmer schuld. Der Schwimmerstand sollte wie beim W1.3 auf 27,25mm +-0,25mm gemessen von der vorderen Schmimmerkante bis oben zur Dichtung gestellt werden. Ich hab es bei mir auf 27mm gestellt (vorher war er 26mm). Die Feder, die auf die Anreicherungsmembran drückt, ist kürzer als beim W1.3. Beim T1.1 war meine Feder 15mm lang (die Feder aus einem Lagerwaren-TLA32 war 16mm lang). Ich habe sie vorsichtig gedehnt, sodass sie nun 19mm lang ist. So hat man ein ähnliches Dehnungsverhältnis wie beim W1.3. Jetzt drückt die Feder auch wieder besser das Ventil auf.

Tja und was soll ich sagen? Auch hier beim T1.1 ist das Verschlucken weg. Auch das Ruckeln bei konstanten Geschwindigkeiten ist weg. Vermutlich merkt man das Ruckeln nur beim leichten T1.1. Möglicherweise war das auch beim W1.3, aber beim Warti hat das vielleicht die Fahrzeugmasse gedämpft.

MfG. Stephan

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