Mal kein Wartburg, sondern VW

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Thilo K
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Mal kein Wartburg, sondern VW

Beitrag von Thilo K » Freitag 30. Oktober 2015, 00:17

Hallo,
entschuldigt mich bitte, aber ich wollte mich nicht extra wieder woanders anmelden müssen.

( ich kann natürlich auch meinen älteren Werkstattmenschen fragen, aber vielleicht
interessieren die Antworten auch andere Leute unter uns.)

Der AAM-Motor vom Vento (1,8L/55KW) soll einen neuen Zahnriemen + Spannrolle
bekommen.
Die Wasserpumpe wird separat angetrieben, zeigt auch keine Undichtigkeit, bleibt
also drin.
Werde die Zähne des alten Riemens + Zähne Kurbelwellenrad/Nockenwellenrad
farbig markieren und auf den neuen Zahnriemen übernehmen.

Spannschlüssel für Spannrolle muß noch gebaut werden oder besorgen.

Fragen jetzt:

Wie wird die Zahnriemenspannung geprüft?
Kommt es auf einen Verdrehwinkel an, oder durchdrücken (mm)?

Spannrolle ist exzentrisch auf einer M10-Schraube gelagert, darüber Federscheibe
und Mutter. Wieviel muß das Drehmoment betragen?

Danke!

Gruß Thilo

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Gepi 13
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Re: Mal kein Wartburg, sondern VW

Beitrag von Gepi 13 » Dienstag 3. November 2015, 18:30

HalloThilo. Die alten 8V Motoren sind echt kein Hexenwerk!

Motor auf OT Drehen, Riehmenscheibe unten ab ( mußt nen GUTEN Inbusschlüßel nehmen)
Nochmal OT überprüfen, Spannrolle abschrauben, Riehmen runter.

Neue Spannrolle anheften, Riehmen auflegen( mach ordentlich Talkum drauf, dann rutscht er besser), Riehmen spannen. Brauchst kein Werkzeug bauen, eine gebogene Sägeringzange geht auch gut. :zwink:

Das war es schon :D
einsdreierverunstalter.

Thilo K
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Re: Mal kein Wartburg, sondern VW

Beitrag von Thilo K » Dienstag 3. November 2015, 19:15

Danke!

Habe das gestern das erste Mal gemacht.
Hat auf Anhieb hingehauen. Wie im Lehrbuch. Habe
beim montierten alten Zahnriemen, dessen Zähne + NW-Rad,
Kurbelwellenrad und Nebenwellenrad mit Filzstift markiert.
Ging gut. Spannhebel hat mir unser Betriebsschlosser mal zwischendurch
angefertigt.
Soweit, so gut.

Wieviel sollte nun die Spannung betragen? Habe erstmal so gespannt,
daß sich der ZR ungefähr um 90° verdrehen läßt (knappe 90°).
Kann man das so belassen? Hatte diesen erst straffer gehabt, da
gab es aber Schnarrgeräusche beim Beschleunigen.
Jetzt ist es m.E. ganz brauchbar, so lassen?

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Re: Mal kein Wartburg, sondern VW

Beitrag von Gepi 13 » Dienstag 3. November 2015, 19:36

Kannste lassen! Ist denk ich i.O. so! Runterrutschen kann er ja nicht, da er durch die Spannrolle geführt
wird!

Siehste, war ganz einfach oder? Da fragt man sich warum sowas inner Werkstatt ne Stange Geld kostet
:D .
einsdreierverunstalter.

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Re: Mal kein Wartburg, sondern VW

Beitrag von Thilo K » Dienstag 3. November 2015, 19:39

Zum Gegenhalten der Riemenscheiben griff ich übrigens zum
guten alten Ölfilterband (Textilriemen) zurück.
Ging auch gut.

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Re: Mal kein Wartburg, sondern VW

Beitrag von Gepi 13 » Mittwoch 4. November 2015, 17:00

:D jelernter ddr Bürjer! :waved:
einsdreierverunstalter.

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Re: Mal kein Wartburg, sondern VW

Beitrag von Thilo K » Samstag 29. April 2017, 19:12

So, nach 1,5 Jahren und 36000 Kilometern läuft der Hobel immer noch.
Ich meine, nach der Reparatur. Wär schon nicht schlecht, wenn ich vielleicht
doch noch die 300000-Kilometermarke erreichen würde.
Jetzt isser 20 geworden.
kleiner Offtopic, ich weiß, aber irgendwie macht mich das bischen stolz.
Jede Reparatur ist immer noch günstiger als ein Neukauf...
Gruß Thilo

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Re: Mal kein Wartburg, sondern VW

Beitrag von stephanw » Donnerstag 4. Mai 2017, 14:56

:pin:

Bezüglich des Motors könnten durchaus noch einige Kilometer drin sein, aber zerfallen da nicht auch langsam die Schweller?
Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig.

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Re: Mal kein Wartburg, sondern VW

Beitrag von Thilo K » Donnerstag 4. Mai 2017, 15:29

Hat gerade 232000 Km runter. Mit 115000 übernommen. Schweller.
Kotflügelspitzen bzw. vordere Schwellerenden müssen regelmäßig geschweißt werden.
Spätestens eben aller 2 Jahre aus bekannten Gründen. TÜV wieder mal um einen Monat überzogen,
nächste Woche soll das auch aus der Welt geschafft werden. Mal sehen,
was der Prüfer zu meinen hinteren Silentbuchsen sagt. Die wurden eigentlich schon vor
über 4 Jahren bemängelt. Wenn alle Stränge reißen, kommt eben ein besserer und weniger
rostiger Hinterachskörper zum Einsatz...

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Re: Mal kein Wartburg, sondern VW

Beitrag von Gepi 13 » Freitag 5. Mai 2017, 16:16

Ach, so schwer zu wechseln sind die Buchsen auch nicht. Welche sind den drin? Die 2-Teiligen?
einsdreierverunstalter.

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