ROZ - Oktanangaben 1.3

Typenübergreifendes, Pflege-, Hilfsmittel
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orange
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Beitrag von orange » Sonntag 2. Dezember 2007, 13:36

naja, ich habe immer etwas bauchschmerzen bei aussagen wie
Das waren noch Zeiten
...
was nützt es, wenn das benzin billig und die straßen leer sind, wenn du kein geld hast, um dir ein auto zu kaufen. wenigen war dieses privileg vorbehalten. ist ja logo: sind die straßen leer, besitzen wenige menschen ein fahrzeug :roll: .
wir jedenfalls konnten uns kein auto leisten, weder neu noch gebraucht (war ja noch teurer...).
da hab ich mir eben meinen traumwagen nach der wende zusammen gespart: wartburg 1.3 :!:

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timi
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Beitrag von timi » Sonntag 2. Dezember 2007, 14:17

traumwagen das ist gut!!!! :wink: SUper super super!Ausser in der ausbildung früher da kam nur Normalbenzin rein!!!kosten :shock:
Alles Für den Wartburg alles für das Kombinat

http://www.ifa-kombinat.de.tl/

Böhser_353er

Beitrag von Böhser_353er » Sonntag 2. Dezember 2007, 16:54

Meine Eltern fahren im Alltag nen 2er Golf Bj. 89. 1.3er Motor mit Einspritzung.
Und da steht in der Betriebsanleitung Benzin mit 91 Oktan. Und ich denke mal so viel anders wird der Wartburgmotor gegenüber dem Golfmotor nicht sein bis auf das der WaBu-motor (serienmäßig) nen Vergaser hat.

MfG Böhser_353er ausn ZWF

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Erich
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Beitrag von Erich » Sonntag 2. Dezember 2007, 23:18

..nun jammert mal nicht wegen den Benzinpreisen, wir sind ja alle verwöhnt von den günstigen Nachwendepreisen in den 90ern. Wenn man mal kaufkraftmäßig guckt, war`s vom Verhältnis her in der DDR noch teurer als heute: Verdienst stark schwankend zwischen sag ich mal pauschal 700,- bis 1200,-M (DDR), je nach Position und "Zulagen" etc., da hat der Liter VK88 auch 1,50M gekostet, VK Extra noch mehr! Der normale Arbeiter paßt heute zahlenmäßig wieder in den Verdienstrahmen wie damals, nur in Euro und der Liter kostet 1,30...1,45. Noch Fragen? Viele Ingenieuere und Geschäftsfritzen verdienen netto noch mehr... also immer ganz entspannt bleiben; wer viel fährt kann woanders mehr sparen, als er denkt (Lebensmittel, Elektronikschnickschnack vom mediamarkt, Handy, Computer, Eigenheime bauen usw usf.........).
Sicher: pauschal kann man`s schlecht vergleichen, da die Bedingungen grundverschieden sind, einfach mal als Gedankenanregung

Grüße
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Erich
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Beitrag von Erich » Sonntag 2. Dezember 2007, 23:43

also ergänzend zur Oktanzahl:

Kollege Butzemann hat sich ja oben bereits geäußert

Ratgeber Wartburg von Ihling 353/1.3 sagt: ROZ92
Technische Daten Wartburg 1.3 sagt: VK Extra ROZ92 oder VK Bleifrei ROZ92
Reparaturanleitung Wartburg 1.3 von 1987 und 1990 sagen: VK Extra ROZ92 oder VK Bleifrei (mind. ROZ91)

letztere ist m.E. maßgeblich, weil sie direkt vom AWE verfaßt wurde, außerdem ist der Motor ja grundlegend gleich mit dem von VW, und im Westen gab`s nur 91er. Außerdem wird das 1 Oktan das Kraut nicht fett machen.
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Westwartburg
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Beitrag von Westwartburg » Montag 3. Dezember 2007, 00:18

Nur mal so, ... hat Super nicht 95 Oktan?
War da nicht mal .... vor langer Zeit in der Berufsschule,.... irgendwas mit Verdichtung > 9 = Super und < 9 Normal? Hat der gute 1.3er nicht Verdichtung von 9,3:1 ??? :noplan:
Klärt mich auf, wenn ich jetzt was falsch verstanden habe!
Also wenn ich meinem 1.3er damals das "Normal" verabreicht hatte, dann hat er sich nach dem abstellen immer geschüttelt ( Glühzündung ) als ob es ihm wirklich nicht bekommen ist. Mit dem guten "Super" hat er das nicht gemacht. Auch war ca. 0,5-1,0l/km weniger Verbrauch zu spüren.
Iss schon komisch das. Was?
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thomas
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Beitrag von thomas » Montag 3. Dezember 2007, 15:19

Bald ist das sch... Erdöl eh alle :D Da haben wir die ganzen Probleme gar nicht mehr :D
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michael
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Beitrag von michael » Montag 3. Dezember 2007, 15:44

doch, denn dann kannst du deine Zündung ein wenig in Richtung OT vestellen und Schnaps tanken, wie Millionen von Brasilianern und Amis schon seit Jahren. Natürlich wird auch das die Welt nicht retten, denn das ist dann zwar CO2-Neutral, aber die dritte Welt hat dann nichts mehr zu essen, weil alles zu Alkohol verbrannt wird.
Vorwärts immer - rückwärts nimmer!

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Beitrag von thomas » Montag 3. Dezember 2007, 18:58

naja, aber beim 2takter brauchste doch nen Schluck ÖL :roll:
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Beitrag von olli0101 » Dienstag 4. Dezember 2007, 15:25

Westwartburg hat geschrieben:Nur mal so, ... hat Super nicht 95 Oktan?


Ja "Westsuper" hat 95 Oktan, welches ich nun auch nur noch tanken werde.

Das Extra war ein Kraftstoff der DDR und hatte 92 Oktan. Das musste in der DDR getankt werden - also beim Wartburg1.3- weil der einfachere Sprit "Normal" (jetzt Benzin) nur 88 Oktan hatte.

Also nochmal zum besseren Verständnis:

Deutsche Demokratische Republick/ Bundesrepublick Deutschland

Normal 88 Oktan / Benzin 91 Oktan
Extra 92 Oktan / Super 95 Oktan
........................../ Super Plus 98 Oktan

Also tanke man damals im Wartburg in jedem Fall Extra, heute wenn man auf das eine Oktan verzichten mag reicht Benzin. - Aber ich mag nicht mehr darauf verzichten :) - Hatte übrigens auch schon Nachzündungen beim Abstellen.

Ich denke so müsste es stimmen.

Gruss Olli
Wer in Eisenach geboren ist muss auch Wartburg fahren

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Krtek
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Beitrag von Krtek » Mittwoch 5. Dezember 2007, 11:23

Erich hat geschrieben:..nun jammert mal nicht wegen den Benzinpreisen, wir sind ja alle verwöhnt von den günstigen Nachwendepreisen in den 90ern. Wenn man mal kaufkraftmäßig guckt, war`s vom Verhältnis her in der DDR noch teurer als heute: Verdienst stark schwankend zwischen sag ich mal pauschal 700,- bis 1200,-M (DDR), je nach Position und "Zulagen" etc., da hat der Liter VK88 auch 1,50M gekostet, VK Extra noch mehr! Der normale Arbeiter paßt heute zahlenmäßig wieder in den Verdienstrahmen wie damals, nur in Euro und der Liter kostet 1,30...1,45. Noch Fragen? Viele Ingenieuere und Geschäftsfritzen verdienen netto noch mehr


Ich muss mich schon amüsieren über solch lustige Vergleiche, die sicherlich nicht Ernst gemeint sein können;
Bei 700M Einkommen und 1,50M Literpreis Benzin entspricht der Preis schonmal 0,21% des Einkommens. Bei Heute durchschnittlich 1000€ EK (Wobei es die Wartburggemeinde sicherlich nicht mal ansatzweise so viele Höchstverdiener wie die Gesellschaft hat, die ja auf das Durchschnittseinkommen sich auswirken) liegen wir bei einem Bezinpreis von 1,33€ auf 1000 macht ca. 0,13%.
Meine Miete lag damals bei 81Mark was 11,57% meines damaligen Einkommens entspricht, meine jetzige Miete beläuft sich (selbe Wohnung inkl. DDR Mietvertrag!!!) auf 415€ was schon 41,50% des Gehalts (1000 € netto) entspricht.
Kurzum, man hat weniger Geld durchschnittlich zur Verfügung um seinen Sprit oder was auch immer zu bezahlen. Dadurch, dass früher subventioniert wurde ohne sinnvollen Gegenwert sind solche Vergleiche einfach Blödsinn...Das die Preisschwankungen teilweise unerklärlich sind und dass es keine Möglichkeit mehr gibt sie zu senken steht aber denoch und leider außer Frage.
P.S. Selbst eine Steuersenkung brächte nichts, da die Konzerne sich so nur mehr ins Täschlein stecken, denn an die Preise sind die Leute ja schonmal gewöhnt...(die Krankenkassen - Subventionierung hat es beispielhaft vorgemacht...)
Vier Takte für ein Halleluja!
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Gast

Beitrag von Gast » Mittwoch 5. Dezember 2007, 18:42

Hallo,

Kann mich gar nicht erinnern das es die bezeichnung "Normal" "Extra"
gegeben hat.
Ich kenne nur die Bezeichnung VK (für Vergaserkraftstoff) und DK.
VK-79 VK-88 und VK-94

mfg Gert

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Erich
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Beitrag von Erich » Mittwoch 5. Dezember 2007, 23:52

so war`s vorher (DK / VK79; 88; 94), Ende der 80er wurde VK94 in VK Extra umbenannt und 1989 in Sonder-VK und 1989/1990 wurden dann an die westeuropäischen Standards angelehnte Benzinsorten eingeführt: neben VK79 und VK88 dann VK Extra 92 (bleifrei) und VK Super 96 (bleifrei), letzere allerdings erst im Laufe des Jahres 1990 in ausgewählten Intertank-Stationen, in Ablösung des alten Sonder-VK.
Das VK 94 wurde vorher angeboten, um einzelne Importmodelle betanken zu können (Polonez 125p, Mazdas, VW, Volvo, Citroen u.dgl)
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Beitrag von olli0101 » Donnerstag 6. Dezember 2007, 14:16

Wieder was dazugelernt 8)

Wurde VK 79 dann überwiegend als Gemisch verwendet, oder welches Fahrzeug war so genügsam es zu verdauen?
Wer in Eisenach geboren ist muss auch Wartburg fahren

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Erich
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Beitrag von Erich » Freitag 7. Dezember 2007, 00:09

ja, VK 79 und VK 88 war oft als Gemisch direkt oder als "Mischsäule" verfügbar (Zapfsäule wie heute an manchen Dorf-Tankstellen mit Vorauswahl, ob Benzin blank oder Benzin Gemisch). VK 79 war z.B. für den Trabant 600 mit dem 23-PS-Motor, vorher gab`s wohl lt. meiner Unterlagen von Minol-Stationen auch noch lange Zeit (bis Anfang/Mitte der 80er) VK 72 für noch ältere Fahrzeugtypen, z.B. Trabant mit original 500-ccm-Motoren, bei Wartburg 311 weiß ich nicht bescheid.. . Die Modelle aus der UdSSR waren i.allg. auch sehr genügsam und konnten daher je nach Typ 79 oder 88 normal tanken (ohne Öl - logo, die hatten nur 4-Takter).
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